Mrz
4
Written by:
Eric Fuchs
04.03.2010 12:36
Manches ist eigentlich hinlänglich bekannt. Und doch kann es nicht oft genug sagen. Suchmaschinenoptimierung ist etwas, das einer Kontinuität und eines Konzeptes bedarf. Es ist verblüffend wie oft Anfragen zu "einmal"-Aktionen und Ähnlichem kommen, teilweise mit Budgetvorstellungen die jenseits aller Vorstellungskraft sind (wenn man Paradigmen wie "white hat"-SEO und Qualität nicht ganz über Bord werfen möchte).
Daher hier 10 Dinge, die man im Zusammenhang mit SEO nie vergessen sollte:
- Links sind Alles!
Zwei Aspekte spielen bei der Optimierung einer Seite eine Rolle, die OnPage-Optimierung und die OffPage-Optimierung. Letzteres ist nicht immer ganz einfach, dafür aber umso wichtiger. Für die Platzierung in Suchmaschinen spielen die externen Links zu einer Seite nämlich eine äußerst relevante Rolle: Je mehr, desto besser. Doch nicht nur die Anzahl an Links, auch die Anzahl der Domains und IP-Adressen sowie das Verhältnis dieser Zahlen zueinander ist nicht unwichtig. Hinzu kommt, dass auch der Linktext selbst eine Rolle spielt und natürlich ob der Link von einer Seite mit inhaltlicher Relevanz stammt. Viele Faktoren die zu berücksichtigen sind und Qualität (=Nutzen) bedeuten.
- Die Basis muss stimmen!
OnPage-Optimierung ist ebenso ein wichtiger Faktor: Titel, Beschreibung, Keywords, Headlines, Text... Eine Auswertung sollten Sie für eine vernünftige Optimierung daher unbedingt softwareunterstützt durchführen. Aber alleine schon die Umsetzung individueller Metatags für jede Seite kann Wunder bewirken... Ach so: und das, und nur das sollte die Basis für eine aufwändige OffPage-SEO-Kampagne sein.
- SEO ist ein individuelles Geschäft, jedes Projekt ist anders!
Natürlich gibt es Gesetzmäßigkeiten, aber genauso unterscheidlich wie das jeweilge Umfeld, die jeweilge Plattform und der jeweilige Inhalt ist können sich SEO-Maßnahmen unterschiedlich auswirken. Testen kann manchmal Wunder wirken...
- Webseiten sind für Menschen!
Ihre Kunden sind Menschen. Und genau daher sollten Webseiten in erster Linie für die Menschen sein, unlesbare SEO-Texte können Ihnen gegebenfalls bessere Positionierungen liefern, aber schauen Sie mal auf die Absprungrate Ihrer Statistik... Genau!
- Der Domainname ist die halbe Miete
Es ist unglaublich wie viel der richtige Domainname ausmachen kann. So haben wir in einem SEO-Projekt ein Keyword auf Position 2 gebracht - die erste Position wurde aber von einer Seite besetzt, deren Domain einen exakten Treffer darstellt. Kaum zu überwinden, obwohl die Seite relativ klein und mit einem Bruchteil an Backlink und Visibility bemessen wurde. Google misst Exact Match-Domains eine hohe Bedeutung zu. Suchen Sie sich für Ihre Projekte also passende Domains, Domain-Segmentierung kann für große Seiten mit mehreren Kategorien zudem eine simple wie wirkungsvolle Option sein.
- Safety first, denn wer's übertreibt...
Zu viel wollen kostet. Nämlich Besucher und damit Geld. Fragen Sie sich, ob es das Risiko wert ist von Google abgestraft zu werden und statt 100 besuchern nur 10 besucher zu haben - nur um unbedingt die 200 erreichen zu wollen. Soweit mitgekommen? Soll heißen, natürlich ist es schön seinen Umsatz zu vergrößern, aber stellen Sie sich immer die Frage was es kostet wenn zu massive SEO-Maßnahmen Ihrer Status Quo gefährden!
- Geduld! Geduld! Geduld!
Es gibt viele Strategien, Techniken und Möglichkeiten um Ihre Suchmaschinen-Positionierung zu beeinflussen. Nicht beeinflussen lässt sich aber der Faktor Zeit. Manchmal dauern die Dinge einfach etwas und Maßnahmen greifen erst mit einigen Wochen Verspätung. Und manche Positionierung - dies gilt insbesonere für TOP-Keywords - ist darüber hinaus überhaupt erst mit zum Teil jahrelanger Arbeit zu erreichen. Glauben Sie's!
- SEO ist gut. Conversion ist alles!
Suchmaschinen-Optimierung soll Ihren Traffic erhöhen. Mehr Traffic = mehr Umsatz - glauben Sie. Und vielleicht stimmt das auch, aber vielleicht brauchen Sie auch gar nicht (nur) mehr Traffic. Vielleicht sollten Sie die Besucher, die Sie haben einfach nur besser behandeln. In einem Geschäft, in dem Sie nichts finden, der Verkäufer vor Ihnen wegrennt und die Kassiererin mürrisch ist kaufen Sie nichts. Ich auch nicht. Und wenn, dann kein zweites Mal. Und genau darum geht es: Prüfen Sie die Conversionsrate, sehen Sie sich Ihre stehengelassen Warenkörbe und abgebrochenen Bestellvorgänge an und Sie entdecken ein Potential, das es zu bergen gilt. Die Gründe hierfür können vielfältig sein, Manches lässt sich aber einfach beheben: Optimierung des Designs, Umgestaltung der Kategorien, Vereinfachung des Bestellprozesses - all diese Dinge.
- SEO und Usability als integrierte Prozesse!
Eigentlich habe ich es eben schon gesagt, aber ich wiederhole mich hier gerne: Besucher auf die Seite zu bringen ist die eine Sache, Sie dazu zu bewegen etwas zu kaufen, eine Anfrage zu starten oder sich zu registrieren ist etwas anderes, manchmal weitaus Schwierigeres. Und doch gehört eigentlich beides zusammen. Und daher gehören meiner Ansicht nach auch Suchmaschinenoptimierung und Usability (inzwischen übrigens immer öfter "User Experience" genannt) eng zusammen. Denn hart umkämfte Kundschaft ohne eine Aktion wieder gehen zu lassen ist die schlimmste Sünde, und hier kann der Online-Handel noch viel vom "echten" Handel lernen - fragen Sie nächstes Mal den Bäcker Ihres Vertrauens... Wir versuchen in unseren Projekten daher die beiden Themen immer eng zu verknüpfen und unseren Kunden ihre Potentiale hierin aufzuzeigen. Es lohnt sich.
- Kundenbindung
Noch ein Thema ganz am Rande des SEO: Bestandskunden sind die besten Kunden - weil Sie nämlich schon da sind. Sie zu reaktivieren, sei es durch regelmäßige Mailingaktionen oder Ähnliches ist genauso wichtig wie Neukunden durch SEO zu gewinnen. Und was nicht vergessen werden darf: Ein zufriedener Kunde ist ein treuer Kunde. Denken Sie mal darüber nach, vielleicht brauchen Sie auch gar nicht "so viel SEO" um Ihren Traffic zu erhöhen...